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Almuth von Below-Neufeldt: Ausdruck von Desinteresse – Land kümmert sich nur um eigene Landesmuseen

Hannover.  Die kulturpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Almuth von Below-Neufeldt, wirft der Landesregierung ein enormes Desinteresse mit Blick auf die niedersächsische Museumslandschaft vor. Mit einer Anfrage an die Landesregierung hatte die Abgeordnete versucht, eine Gesamtschau über die Museumslandschaft Niedersachsens und die dort herrschenden Lagerbedingungen für Kunstschätze zu erhalten. „Die Antwort der Landesregierung macht fassungslos, für sechs Landesmuseen wird geantwortet, mehr als 99 Prozent der Museen in Niedersachsen bleiben aber unbeachtet“, sagt von Below-Neufeldt, die sich schon länger mit der Situation der Depots in Museen beschäftigt. Dabei hätten gerade andere Museen, wie beispielsweise das Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim, mit großen Schwierigkeiten bei der Lagerung zu kämpfen, die Kulturschätze von niedersachsenweiter, wenn nicht gar bundesweiter Bedeutung bedrohten.

Da die Landesregierung aber nur für die eigenen Museen geantwortet habe, bleibt offen, inwieweit an den Sammlungen der übrigen Museen geforscht werden kann und inwieweit das Land dort Unterstützung leistet. „Mehr Desinteresse kann nicht ausgedrückt werden, ein Armutszeugnis in einem so facettenreichen Bundesland, wo sich so viele Menschen auch ehrenamtlich so sehr für die hiesige Kultur engagieren. Museen sind von Menschen für Menschen, haben stets den Menschen und sein Leben und Wirken im Blick“, so von Below-Neufeldt. Traurig sei auch, so die FDP-Politikerin, dass das Land keine weiteren Projekte für gemeinsame Depots vorantreibe. Das werde alleine den Kommunen überlassen. Zudem verweigere die Landesregierung auch weiterhin die Fortführung des Programms für kleine Museen. Von Below-Neufeldt: „Die Landesregierung wendet sich ab von diesem so wichtigen Teil des Landes und übernimmt keine Verantwortung.“

Hintergrund: In einer kleinen Anfrage wollten Abgeordnete der FDP-Fraktion eine Gesamtschau zur Lage der Museen und der dort gelagerten Kunstschätze erhalten. Die Landesregierung sah sich in ihrer Antwort jedoch lediglich in der Lage für die Landesmuseen zu antworten. Wie der Zustand der übrigen Kunstschätze im Land ist, scheint Rot-Grün nicht zu interessieren. 

 

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