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Almuth von Below-Neufeldt: Flüchtlinge sollen sich auch an Hochschulen willkommen fühlen – Land bei Sprachkursen in der Pflicht

Hannover. Die von der Wissenschaftsministerin heute vorgelegten Maßnahmen für einen besseren Hochschulzugang für Flüchtlinge sind „richtig und wichtig“. Das betonte die wissenschaftspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion Almuth von Below-Neufeldt. „Es muss unser aller Ziel sein, dass Flüchtlinge auch ohne Zeugnis bei Nachweis einer bestimmten Qualifikation auch einen Zugang zu den Hochschulen bekommen“, sagte von Below-Neufeldt.

Auch die Gewinnung von Deutsch-Lehramtsstudenten für Sprachkurse sei unter dem Aspekt einer „Willkommenskultur auf dem Campus“ sinnvoll. Allerdings dürfe sich das Land damit nicht aus der Pflicht stehlen. „Rot-Grün macht hier viel zu wenig. Für die Sprachkurse für Flüchtlinge wurden im letzten Haushalt gerade mal 500.000 Euro eingestellt. Das reicht nicht mal für einen Bruchteil der Kosten“, kritisierte die FDP-Politikerin. Zudem müsse das Land sicherstellen, dass das Stipendienprogramm nicht nur für Flüchtlinge zugänglich gemacht werde, sondern zügig auch die Mittel für das Programm erhöht werden. Von Below-Neufeldt: „Wir müssen unbedingt verhindern, dass das Potenzial junger Flüchtlinge hierzulande verkommt. Die Maßnahmen der Ministerin sind ein erster Schritt in die richtige Richtung. Jetzt sollten auch andere Bundesländer folgen.“

Hintergrund: Die niedersächsische Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic hat heute ein Projekt vorgestellt, dass Flüchtlingen den Zugang im Studium erleichtern soll. Demnach können Flüchtlinge, die ohne Zeugnisse nach Deutschland kommen, mit dem Nachweis von ausreichenden Deutschkenntnissen und einem überdurchschnittlich gut bestandenen Test am Studienkolleg, ihr Studium aufnehmen. Darüber hinaus sollen Deutsch-Lehramtsstudierende im Rahmen ihres Betriebs- und Sozialpraktikums den Flüchtlingen Deutschunterricht erteilen. Besonders begabte Flüchtlinge, die unter schwierigen Lebensbedingungen studieren, können außerdem Hilfe aus dem Niedersächsischen Stipendienprogramm erhalten. Den Antrag der FDP-Fraktion, über 12 Millionen Euro für Deutschkurse für Flüchtlinge auszugeben, haben SPD und Grüne im Dezember 2014 im Landtag abgelehnt.

 

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