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Almuth von Below-Neufeldt und Gabriela König: Landesregierung darf Wirtschaft nicht weiter Steine in den Weg legen

Hannover. Nach Ansicht der FDP-Fraktion reichen die Vorhaben der Landesregierung zur besseren Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft nicht aus. „Die Landesregierung hat weitestgehend bereits umgesetzte Projekte zusammengefasst und mal wieder einen Arbeitskreis gebildet. Das ist keineswegs der große Wurf, um gut ausgebildete Menschen im Land zu halten“, sagt die wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion, Almuth von Below-Neufeldt. Zudem fehle in dem Konzept bislang jegliche Idee zur Stärkung der dualen Ausbildung. „Auf jeden Akademiker kommen etwa fünf Nicht-Akademiker in den Unternehmen. Diese fehlen aber ebenfalls an allen Ecken“, ergänzte die wirtschaftspolitische Sprecherin Gabriela König.

Das größte Problem sei jedoch, dass sowohl Landes- als auch Bundesregierung Wirtschaft und Wissenschaft immer wieder Steine in den Weg legten, etwa durch Aufzeichnungspflichten beim Mindestlohn, das Landesvergabegesetz, die Rente mit 63 oder einer Transparenzpflicht für Hochschulen über Drittmittel. Zudem fehle es in Niedersachsen an einer gründerfreundlichen Kultur. Von Below-Neufeldt: „Innovationen und Wissenstransfer sowie die dazu passenden Umsetzungsstrategien bewirken nachhaltige Impulse. Auch die Hochschulen schaffen dafür die Voraussetzungen und können da noch viel besser werden.“ König ergänzte: „Das Konzept kann nicht die Probleme der Unternehmen kompensieren, die die Landesregierung regelmäßig hervorbringt.“

Hintergrund: Auf ihrer zweitägigen Kabinettsklausur hat die rot-grüne Landesregierung ein Konzept zur Fachkräftesicherung und zum Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen beschlossen. Bis 2020 sollen 905 Millionen Euro in Innovationspolitik in den Regionen fließen.

 

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