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Björn Försterling: Ministerin muss auf Lehrkräfte zugehen – Reisekostenersatz für Lehrer notwendig

Hannover. Der FDP-Bildungsexperte Björn Försterling wirft Kultusministerin Frauke Heiligenstadt eine unnötige Verschärfung in der Frage des Klassenfahrten-Boykotts an niedersächsischen Schulen vor. „Die Ministerin hat mit dem Streichen der Freifahrten-Regelung den Konflikt um die Klassenfahrten unnötig verschärft. Sie sorgt damit für eine Ausweitung des Klassenfahrten-Boykotts über die Gymnasien hinaus“, sagt Försterling. Heiligenstadt müsse nur den Erlass für Klassenfahrten überarbeiten, wie von der FDP-Fraktion gefordert. „Lehrer, die auf Klassenfahrt gehen, machen das nicht aus Urlaubszwecken oder Gründen der persönlichen Vorteilsnahme. Das muss auch die Kultusministerin einmal einsehen“, so Försterling.

Deshalb sollte wieder die Annahme von Freifahrten ermöglicht werden. „Mir ist kein Fall aus den letzten Jahren bekannt, wo die Annahme einer Freifahrt durch den Lehrer zu einer Vorteilsnahme geführt hat. Schließlich haben Lehrkräfte durch die Klassenfahrt eine deutlich höhere Arbeitsbelastung.“ Andernfalls sollte die Landesregierung den Schulen ausreichend Mittel zur Verfügung stellen, um den Lehrkräften zumindest die Reisekosten nach Bundesreisekostengesetz erstatten zu können. Ein Übernachtungsgeld von 11 Euro, wie derzeit vorgesehen, reiche bei weitem nicht aus, um eine Übernachtung zu bezahlen. Försterling: „Es kann nicht sein, dass Lehrer draufzahlen, wenn sie mehr Arbeit und mehr Verantwortung haben. Anstatt die Lehrkräfte aller Schulformen immer mehr zu belasten muss die Ministerin jetzt mal einen Schritt auf die Lehrkräfte zugehen.“

 

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