Skip to main content

Björn Försterling: Ministerin muss endlich für Frieden an den Schulen sorgen – Lehrer und Schüler werden unnötig in Konflikt reingezogen

Hannover. Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Björn Försterling, fordert die Kultusministerin angesichts des erneuten Streiks von Schülern auf, für Frieden an den Schulen zu sorgen. „Nur die Ministerin kann diesen Dauerkonflikt lösen. Hier werden unnötige Fronten aufgebaut“, sagte Försterling. Er betonte, dass die Klassenfahrten von Lehrern freiwillige Leistungen seien. Mit dem Boykott wehrten sich die Lehrer gegen die Arbeitszeiterhöhung, die von der rot-grünen Landesregierung beschlossen wurde. Diese Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung hat bei einem 40-jährigen Studienrat umgerechnet einen Wert von über 2.100 Euro pro Jahr.

Da helfe auch die Neuregelung des Klassenfahrtenerlasses wenig, um die Lehrer zu besänftigen. „Das war längst überfällig, reicht aber nicht aus“, sagte Försterling. Schließlich zahle der Lehrer weiterhin drauf und bekomme nicht die Kosten voll erstattet. „Bei einer fünftägigen Klassenfahrt nach Hamburg sind es durch die Neuregelung zwar nur noch 115 Euro und nicht mehr 185 Euro, die der Lehrer draufzahlt. Aber im Grunde werden Klassenfahrten immer noch wie eine Art Privatvergnügen des Lehrers behandelt“, sagte Försterling. Im Vergleich zu dem Wert der Arbeitszeiterhöhung seien die 70 Euro weniger, die der Lehrer nun zahle, zudem „ein Witz“. Försterling forderte die Ministerin auf, endlich wieder Klassenfahrten an den Schulen zu ermöglichen. Denn das wollten sowohl Lehrer als auch Schüler: „Die Ministerin hat es in der Hand. Die FDP-Fraktion hat bereits Vorschläge vorgelegt, wie die Situation an den Schulen endlich entschärft werden kann. Minimal-Lösungen reichen nicht.“

Hintergrund: Mit einem landesweiten Aktionstag wollte der Landesschülerrat am Dienstag erneut gegen die Streichung von Klassenfahrten an rund drei Vierteln der Gymnasien in Niedersachsen protestieren. Die Lehrer hatten die Klassenfahrten nach der Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung durch die rot-grüne Landesregierung gestrichen. Jüngst hatte die Kultusministerin die Rahmenbedingungen für Klassenfahrten etwas  verbessert. Weiterhin werden aber nicht die Kosten komplett übernommen. Zudem fehlen angemessene arbeitszeitrechtliche Regelungen.

 

Zurück