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Christian Grascha: Niedersachsen braucht eine Gesamtstrategie für Gründer – Fördern und Hindernisse ausräumen

Hannover. Der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Christian Grascha, zeigt sich angesichts der heute veröffentlichten Ergebnisse des Kfw-Bundesländervergleichs zu Existenzgründungen besorgt. „Niedersachsen hat im Vergleich zu den anderen Bundesländern deutlich Nachholbedarf“, sagt er. Obwohl in der Untersuchung Niedersachsen sogar noch mit dem gründungsstarken Bremen zusammengefasst wird, liegt die Gründungsquote der vergangenen fünf Jahre unter denen anderer westdeutscher Flächenländer. Unternehmensgründungen seien aber enorm wichtig für die Wirtschaft, da sie Dynamik, Innovationen und Wettbewerb fördern, betonte Grascha. Deshalb fordert die FDP-Fraktion bereits seit Längerem eine Gesamtstrategie der Landesregierung. „Es gibt kein koordiniertes Vorgehen, um Existenzgründungen zu unterstützen. Die einzelnen Ministerien werkeln unabhängig voneinander vor sich hin. Ich hoffe sehr, dass die Landesregierung die Zeichen der Zeit erkennt und hier endlich tätig wird “, so der FDP-Politiker.

Für eine Verbesserung der Situation sei nicht nur das Fördern notwendig, sondern es gehe auch darum, Hindernisse aus dem Weg zu räumen. So sind zentrale Forderungen des bereits im Mai vorgestellten Antrags beispielsweise ein bürokratiefreies erstes Jahr für Gründer und Steuervorteile für Investitionen in Startups. Die Landesregierung solle sich im Bundesrat für das bürokratiefreie erste Jahr einsetzen, forderte Grascha Grascha. „Außerdem sollte über den Zukunftsvertrag ein Förderkonzept für Hochschulen zu erarbeiten, damit diese einen Anreiz zur Gründerförderung erhalten. Das Engagement für Gründer muss sich auch finanziell lohnen.“

 Hintergrund: Die Kfw hat heute einen Bericht mit dem Titel „Deutschland einig Gründerland? Mitnichten! Ein Bundesländervergleich“ veröffentlicht. Dabei werden die jahresdurchschnittliche Anzahl von Gründern je 1.000 Einwohner in den vergangenen fünf Jahren verglichen. Niedersachsen/Bremen liegt dabei an letzter Stelle der westdeutschen Länder.

 

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