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Christian Grascha: Schulobstprogramm wird durch Bürokratiekosten aufgefressen – Staat hat Bildungs- aber keinen Erziehungsauftrag

Hannover. Die FDP-Fraktion bleibt bei ihrer Kritik am Schulobstprogramm an niedersächsischen Schulen. Das Programm sei keineswegs eine Erfolgsgeschichte, wie Landwirtschaftsminister Meyer heute in der Zeitung betonte. „Immer noch werden bei den Schuläpfeln über 20 Prozent des Geldes durch Bürokratie aufgefressen“, kritisierte der parlamentarische Geschäftsführer Christian Grascha.

Eine Ausdehnung auf Kindertagesstätten, wie von Meyer nun ins Gespräch gebracht, hält Grascha aber auch aus fachlicher Sicht für falsch. „Der Staat hat einen Bildungs- aber keinen Erziehungsauftrag“, betonte er. Die Verantwortung für gesunde Ernährung liegt in der Hand der Familien und sollte nicht staatlich verordnet werden. Zudem sei eine gesunde Ernährung in den Kitas bereits jetzt Standard. Grascha: „Das Geld wäre besser investiert in die Bildung unserer Kinder. An den Schulen befinden wir uns teilweise in technischer Hinsicht noch in der Kreidezeit. Apple statt Äpfel wäre besser.“

Hintergrund: Landwirtschaftsminister Christian Meyer hat das Schulobstprogramm an niedersächsischen Schulen heute in der Nordwest-Zeitung als „Erfolgsgeschichte“ gelobt. Derzeit beteiligen sich rund 630 Schulen landesweit an dem Programm. Meyer regte an, es auch auf Kitas künftig auszudehnen. Die FDP-Fraktion hatte bereits zum Start des Programms vor den immensen Bürokratiekosten gewarnt.

 

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