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Gero Hocker: Doppelstrukturen bei Wolfsbüro unsinnig – FDP-Fraktion stellt Anfrage zu Kosten und Mitarbeiterstellen

Hannover.  Der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Gero Hocker, vermutet in dem von der Landesregierung eingerichteten Wolfsbüro eine Steuerverschwendung. „Hier werden Doppelstrukturen geschaffen. Die Aufgabe des Büros, nämlich das Monitoring der Wölfe im Land und die Begutachtung von Rissschäden wird längst durch die Landesjägerschaft übernommen“, sagte Hocker. Er kündigte eine Anfrage seiner Fraktion an, mit der das genaue Budget für das Wolfsbüro erfragt werden soll. Für die Einrichtung des Wolfsbüros stehen Kosten von über einer halben Millionen Euro ‎in Rede, während gleichzeitig bei den Kreisjägerschaften die künftige Finanzierung von so sinnvollen Maßnahmen wie Lerchenfenstern oder Hegeringen für wenige zehntausend Euro in Frage gestellt wird, kritisierte Hocker.

Mit der Anfrage will die Fraktion auch näheres über die Personalausstattung des Wolfsbüros erfahren. In der Berichterstattung über die Kritik des Bundes der Steuerzahler war zuletzt von acht Stellen die Rede. Bislang sprach die Landesregierung aber stets von drei Personalstellen. Hocker: „Wir wollen es jetzt genau wissen: Schafft die Landesregierung mit dem Wolfsbüro nur eine teure Doppelstruktur oder bietet die Einrichtung eine tatsächliche Verbesserung für den Umgang mit dem Wolf in Niedersachsen. Es darf nicht sein, dass Wenzel dem Wolf den roten Teppich mit hauptamtlichen Stellen im Wolfsbüro ausrollt und dafür den vielen tausend ehrenamtlich für den Naturschutz engagierten Jägern der Hahn zugedreht wird.“

Hintergrund: Das „Wolfsbüro“ wurde am 1. Juli in Hannover eröffnet. Es soll alle Maßnahmen des Wolfsmanagements koordinieren sowie als zentrale Informationsstelle fungieren und beschäftigt nach Auskunft des Umweltministeriums zunächst drei Mitarbeiter. Der Bund der Steuerzahler hatte die Einrichtung in der vergangenen Woche scharf kritisiert und befürchtet Doppelstrukturen.

 

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