Skip to main content

Gero Hocker: Informationspolitik zum Wolf verbessern – Landesregierung muss Konzept überarbeiten

Hannover. Der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Gero Hocker, fordert die Landesregierung auf, ihre Informationspolitik zum Thema Wolf deutlich zu verbessern. „Während in anderen Bereichen innerhalb weniger Wochen Pixi-Bücher zur Information aus dem Boden gestampft werden, gibt es noch immer keine vernünftige Info-Broschüre zum Thema Wolf“, sagte Hocker. Der FDP-Politiker teilt die Experten-Meinung, dass die Bevölkerung in Niedersachsen viel zu schlecht bislang zu diesem Thema informiert wurde. „Die Menschen in Niedersachsen werden derzeit mit ihren Sorgen komplett alleine gelassen“, so Hocker. Auch die Kritik an der langen Dauer der DNA-Analysen teilt Hocker. „Hier muss auch eine Analyse von ausgebildeten Rissexperten möglich sein“, sagte er.

Die FDP-Fraktion setzt sich dafür ein, den Wolf so zu behandeln wie alle anderen Wildtiere auch. „Es ist gut, dass in Niedersachsen wieder Wölfe leben. Jetzt sollten aber für den Wolf die gleichen Regeln gelten wie für andere Wildtiere auch. Dazu muss auch das Jagdrecht gehören“, so der FDP-Umweltpolitiker. Die bewährten jagdrechtlichen Regeln schaffen Hocker zufolge einen sinnvollen Ausgleich zwischen den Interessen der Menschen im ländlichen Raum und dem Artenschutz der Wildtiere. Hocker: „Die Sorgen von Schäfern und anderen Nutztierhaltern sind absolut nachvollziehbar und müssten endlich ernst genommen werden.“

Hintergrund: In Niedersachsen wurden bisher 5 Rudel und 2 Paare, 2 territoriale Einzeltiere  – also insgesamt 58 Wölfe nachgewiesen. 2014/2015 gab es 58 getötete und 38 durch Wölfe verletzte Nutztiere. Experten erwarten ein exponentielles Wachstum der Wolfspopulationen in den kommenden Jahren wegen der hohen Anpassungsfähigkeit und der Abwesenheit von Fressfeinden. In einem Gespräch mit der HAZ kritisiert der Wolfsexperte Ulrich Wotschikowsky die Vorgehensweise der rot-grünen Landesregierung.

 

Zurück