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Gero Hocker: Wolf ins Jagdrecht – Sinnvoller Ausgleich zwischen Interessen der Nutztierhalter und Schutz der Wildtiere

Hannover. Der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Gero Hocker, fordert, die Wölfe in Niedersachsen so zu behandeln wie alle anderen Wildtiere auch. „Es ist ein großer Erfolg der Bemühungen im Natur- und Artenschutz, dass in Niedersachsen wieder Wölfe leben. Jetzt sollten für den Wolf die gleichen Regeln gelten wie für andere Wildtiere auch. Dazu muss auch das Jagdrecht gehören“, so der FDP-Umweltpolitiker. Die bewährten jagdrechtlichen Regeln schaffen Hocker zufolge einen sinnvollen Ausgleich zwischen den Interessen der Menschen im ländlichen Raum und dem Artenschutz der Wildtiere. Die Sorgen von Schäfern und anderen Nutztierhaltern seien nachvollziehbar und müssten ernst genommen werden.

Nötig ist Hocker zufolge ein unbürokratischerer Schadensersatz für Viehhalter bei Wolfsrissen. „Die Viehhalter brauchen schnelle und unbürokratische Hilfe bei Wolfsrissen. Der vom Umweltminister geforderte Nachweis per Gentest ist bürokratisch, teuer und dauert zu lange. So steigert man die Akzeptanz für Wölfe nicht“, kritisiert der FDP-Umweltexperte. Die Landesregierung stelle zu wenig Geld für Entschädigung und Prävention für die Landwirte zur Verfügung. Auch die Umkehr der Beweislast bei Wolfsrissen könne ein wichtiger Beitrag für weniger Vorbehalte unter Viehhaltern sein.

Hintergrund: In Niedersachsen wurden bisher 5 Rudel und 2 Paare, 2 territoriale Einzeltiere  – also insgesamt 58 Wölfe nachgewiesen. 2014/2015 gab es 58 getötete und 38 durch Wölfe verletzte Nutztiere. Experten erwarten ein exponentielles Wachstum der Wolfspopulationen in den kommenden Jahren wegen der hohen Anpassungsfähigkeit und der Abwesenheit von Fressfeinden.

 

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