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Gesine Meißner: 10 Prozent des EU-Energieverbrauchs könnte künftig aus dem Meer gespeist werden

Im Anschluss an eine Veranstaltung zum "Nordsee-Grid" mit Kommissar Karmenu Vella heute im Europaparlament in Straßburg stellt Gesine Meißner, Sprecherin der FDP für maritime Wirtschaft und Präsidentin der Intergroup des Europäischen Parlaments zu Meeren, Flüssen, Inseln und Küstengebieten, fest:

"Energie aus dem Meer wird in Zukunft in Europa eine bedeutende Rolle spielen. Schon heute sind 45 Prozent der Projekte zu Wellenenergie und 50 % der Gezeiten-Energie europäisch, die EU nimmt also nicht nur bei der Offshore-Windenergie eine führende Position ein. Schätzungen zu Folge könnte 2050 gut 10 Prozent unserer Energieversorgung in Europa aus dem Meer kommen. Von Vorteil ist, dass Gezeiten-Energie sehr gut vorausgesagt und damit eingeplant werden kann.

Im Winter, wenn weniger Solarenergie zur Verfügung steht, gibt es besonders starke Brandung, sodass dann mehr Wellenenergie eingespeist werden kann. Profitieren können davon nicht nur Küstenländer mit zur Zeit weniger genutzten Häfen, die dann als Energie-Terminals dienen, sondern auch Binnenländer mit Zulieferbetrieben für die technische Ausstattung der Anlagen."

Die Europäische Union fördert entsprechende Projekte mit Mitteln der Connecting Europe Facility (Energieinfrastruktur), Horizon 2020 (zur Forschungsförderung) und dem Juncker-Fonds EFSI zur Ergänzung privater Investitionen.

Die Kommission kündigt darüber hinaus die Schaffung einer hochrangigen Gruppe zur Förderung regionaler Kooperation der Nordsee-Anrainerstaaten, um Probleme unterschiedlicher Rechtsrahmen, sowie der Finanz- und Raumplanung zu beheben, die entsprechende Projekte behindern könnten.

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