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Gesine Meißner: Die EU ist eine Meeresunion

"Wenn wir über die EU sprechen, geht es meist um den Euro, den gemeinsamen Binnenmarkt oder die Freizügigkeit. Die EU ist aber auch eine Meeresunion. Zum Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten gehört mehr Wasser als Land. Dennoch spielt Meerespolitik noch immer eine eher untergeordnete Rolle. Dabei ist sie ein Paradebeispiel für die Bedeutung der EU. Wasser kennt keine Grenzen. Wenn wir die enormen Chancen unserer Meere nutzen wollen, dann müssen wir auf europäischer Ebene den Rahmen dafür schaffen", fordert Gesine Meißner, Präsidentin der parlamentarischen Intergroup Seas, Rivers, Islands and Coastal Areas und meerespolitische Sprecherin der FDP-Delegation im Europäischen Parlament, anlässlich des Europäischen Tag des Meeres am 20. Mai.


Der Tag wurde 2008 erstmals gefeiert und wird seitdem jedes Jahr mit einer Konferenz begangen, die einem bestimmten maritimen Thema gewidmet ist. Dieses Jahr findet die Konferenz am 28. und 29. Mai in Athen zum Thema "Häfen und Küsten - Tore zu einem maritimen Wachstum" statt. Die Konferenz wird eröffnet von Kommissar Karmenu Vella, Normunds Riekstins, lettischer Generaldirektor für Fischerei, und Gesine Meißner als Vertreterin des Europäischen Parlaments.


"Piräus als Austragungsort für den Europäischen Tag des Meeres ist eine sehr gute Wahl. Unsere Häfen sind die Tore zur Welt und der Schlüssel für eine globalisierte Wirtschaft. Über 90% unserer weltweiten Ex- und Importe werden über das Meer transportiert. Moderne Häfen sie deshalb von entscheidender Bedeutung für unsere Wettbewerbsfähigkeit. In Nordeuropa sind Hamburg, Rotterdam und Antwerpen zu entscheidenden Wirtschaftsmotoren geworden. In Südeuropa sind wir noch deutlich schlechter aufgestellt. Hier liegt viel Arbeit vor uns, aber ein maritimes Wachstum ist enorm wichtig, um die wirtschaftliche Krise in den Mittelmeerländern zu überwinden. Deswegen muss Meerespolitik eine zentrale Rolle in der Agenda für Wachstum und Jobs der Kommission spielen.“

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