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Hermann Grupe: Diese Landesregierung hat einen am Sender – Monitoring kostet viel Geld, löst aber keine Probleme

Der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Hermann Grupe, wirft der rot-grünen Landesregierung vor, den niedersächsischen Landwirten zunehmend Probleme zu bescheren, statt welche zu lösen. „Nehmen wir beispielsweise das Dauerthema ‚Wolf‘. Statt den betroffenen Nutztierhaltern endlich eine dringend notwendige Lösung anzubieten, wird der Goldenstedter Wolf erstmal aufwendig besendert und per Monitoring überwacht. Für den Spottpreis von 15.000 Euro kann jetzt also live mitverfolgt werden, wie dieser Wolf die nächsten Schafe reißt. Das nenne ich wirklich gut angelegtes Geld“, empört sich Grupe.

Doch nicht nur das Besendern selbst verschlinge unverhältnismäßig viel Geld – nähme man die Kosten für das Wolfsmanagement, -monitoring, etc. zusammen, verschlänge jeder Wolf jährlich deutlich mehr als 10.000 Euro. Grupe: „Das ist eine Summe, von der manch ein Landwirt mittlerweile fast ein ganzes Jahr leben muss.“

Ein ähnlich kostspieliges und ineffektives Vorgehen deute sich nun auch bei den Gänsen an. Während im Rheiderland und im Raum Hildesheim riesige Gruppen Gänse einfallen, würde die Landesregierung auch hier nicht zügig einer weiteren Ausbreitung entgegenwirken, sondern wieder erstmal Monitoringmaßnahmen ergreifen.

Wie wenig Rot-Grün an den Landwirten gelegen sei, zeige auch die verspätete Auszahlung der Greening-Prämie, die erst im Februar erfolgen soll. „Die Landesregierung weiß genau, wie schwierig die wirtschaftliche Situation für viele Landwirte momentan ist. Wie kann man mit diesem Wissen die Auszahlung der Gelder derart verzögern? Im schlimmsten Fall bricht das einigen Betrieben das Genick“, so Grupe. Er bescheinigte der Landwirtschaftspolitik in Niedersachsen „Totalversagen“.

Hintergrund: Im Rahmen der aktuellen Stunde debattierte der Landtag in der heutigen Plenarsitzung über die Landwirtschaftspolitik der rot-grünen Landesregierung.

 

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