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Hermann Grupe: Ende der Milchquote bedeutet mehr Freiheit und weniger Kosten für Landwirte

Hannover. Der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Hermann Grupe, sieht das heutige Ende der Milchquote als große Chance für die deutsche Ernährungswirtschaft. „Die Milchquote hat rückblickend ihre Ziele nicht erreicht. Die Erzeugerpreise waren nicht stabil und der Strukturwandel wurde nicht aufgehalten. Die EU wurde durch die Milchquote vom Wachstum des globalen Milchmarktes abgekoppelt”, erklärt der FDP-Agrarpolitiker und Landwirt. Deutsche Milchprodukte haben Grupe zufolge eine hohe Qualität und seien deshalb weltweit gefragt. Diese Nachfrage könne nach dem Ende der Milchquote nun bedient werden. Grupe: „Jetzt können Landwirte endlich selbst entscheiden, wie viel sie produzieren wollen. Landwirte haben also ab jetzt mehr Freiheiten in der Entwicklung ihres eigenen Betriebes. Das ist gut für den Wirtschaftsstandort Deutschland und die Soziale Marktwirtschaft.“

Aktive Milcherzeuger werden durch das Wegfallen der Milchquote entlastet. „Es gibt Schätzungen, wonach die Quote deutsche Milcherzeuger insgesamt 15 Milliarden Euro durch Superabgaben, Quotenkauf und Quotenpacht gekostet hat. Die Molkereien sind nun herausgefordert, durch innovative Produkte die Wertschöpfung im Heimatmarkt zu sichern und neue Märkte zu erschließen”, so Grupe.

Hintergrund: Heute endet die jahrzehntelange europaweite Quotierung der Milchproduktion. Die Zahl der Milcherzeuger in Deutschland sank von 369.000 im Jahr 1984 auf 77.000 jetzt.

 

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