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Hermann Grupe: FDP fordert wirkungsvolle Bekämpfung multiresistenter Keime – Beratungen im Landwirtschaftsausschuss

Hannover. Der Antrag zur wirkungsvollen Vermeidung von multiresistenten Keimen (MRSA) wurde nun erstmals im Landwirtschaftsausschuss des Niedersächsischen Landtages beraten. „Im Mittelpunkt steht dabei die Idee eines runden Tisches, an dem Tier- und Humanmediziner zusammenkommen und gemeinsam wirkungsvolle Strategien entwickeln“, erklärte der FDP-Agrarexperte Hermann Grupe. Der Ausschuss verständigte sich auf eine Expertenanhörung. „Entscheidend ist, dass nun alle Bereiche gemeinsam ihren Beitrag zur Bekämpfung von MRSA leisten“, sagte Grupe nach den Beratungen. „Statt fachlich falscher Schuldzuweisungen an die Landwirtschaft kommen wir jetzt hoffentlich zu einer sachlichen interdisziplinären Zusammenarbeit.“

Natürlich müsse auch die Landwirtschaft in ihrem Bereich alle Anstrengungen unternehmen. Die Darstellung allerdings, dass die Landwirtschaft der Hauptverursacher von MRSA sei, müsse ebenso konsequent zurückgewiesen werden. Im Ausschuss wurde noch einmal deutlich, dass die Nutztierhaltung an der Gesamtproblematik multiresistenter Keime einen eher kleinen Anteil hat. „Umso wichtiger ist es, alle Verantwortlichen an einen Tisch zu bekommen, so dass alle Bereiche – Nutztierhaltung, Haustierhaltung und Humanmedizin – an der Vermeidung von MRSA mitwirken“, sagte Grupe. Die Erklärung des Sozialministeriums, man habe bereits eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe auf Staatssekretärsebene gegründet, gehe in die richtige Richtung.

Hintergrund: Die FDP-Fraktion hat einen Antrag zu den gefährlichen multiresistenten Keimen in den Landtag eingebracht, der am Mittwoch erstmals im Ausschuss beraten wurde.

 

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