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Hermann Grupe: Ganzheitliches Konzept für Ausstieg aus Ringelschwanz-Kupieren nötig – fixer Verbotstermin wäre Katastrophe

Hannover. Der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Hermann Grupe, warnt vor Fehlern beim Ausstieg aus dem Kupieren von Ringelschwänzen in der Schweinehaltung. „In der Expertenanhörung im Landwirtschaftsausschuss wurde heute sehr deutlich, dass ein fester Ausstiegstermin, wie ihn der Minister immer wieder ins Spiel bringt, absolut kontraproduktiv wäre. Wir brauchen einen ganzheitlichen Ansatz mit Schulungen und Weiterbildungen, bei dem die Ringelschwanzprämie nur ein Teilaspekt sein kann. Ein fester Verbotstermin 2017 oder 2018 würde nach Meinung der Experten zu einer ‚Katastrophe‘ führen und muss unbedingt verhindert werden“, so der FDP-Agrarexperte und Landwirt. Ein fixer Ausstiegstermin steht Grupe zufolge im direkten Widerspruch zu einem ganzheitlichen Ansatz für das Verzichten auf das Kupieren der Ringelschwänze bei Schweinen. Die Ringelschwanzprämie habe ohnehin den Nachteil, dass sie nur relativ wenige Tiere erreicht und daher kaum wirksam ist. Grupe: „Damit der Ausstieg aus dem Kupieren der Ringelschwänze ethisch vertretbar verläuft, brauchen wir einen ganzheitlichen Ansatz und ein lernendes System. Starre Verbotstermine würden großes Tierleid auslösen. Soweit darf es nicht kommen. Es ist gut, wenn in der Landwirtschaftspolitik in Niedersachsen nun endlich – wie heute im Ausschuss – die Experten zu Wort kommen und nicht die Ideologen.“

Hintergrund:  Im Landwirtschaftsausschuss wurden heute Experten aus Wissenschaft und Praxis angehört zu den Plänen der rot-grünen Landesregierung, eine Prämie für unversehrte Ringelschwänze in der Schweinhaltung zu zahlen. Dabei sollen Schweinhalter eine Prämienzahlung erhalten, wenn sie bei 70% der Tiere einen unversehrten Ringelschwanz nachweisen können.

 

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