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Hermann Grupe: Jagdzeit für Wildgänse ausweiten – Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen nehmen stark zu

Hannover. Die FDP-Fraktion fordert eine Verlängerung der Jagdzeiten für Wildgänse in Niedersachsen. In einigen Regionen des Landes vermehrten sich die Wildgansbestände exponentiell, weshalb es auf vielen landwirtschaftlichen Flächen zu zunehmenden Fraß-, Tritt-, und Kotschäden komme, berichtete der FDP-Agrarexperte Hermann Grupe am Freitag im Landtag. „Vergrämen alleine würde hier nicht helfen, da es schnell zu Gewöhnungseffekten kommt“, sagte Grupe. Um die Schäden auf den Äckern und Wiesen deutlich zu reduzieren, müssten hingegen die nicht brütenden Tiere in den Monaten März bis Juni kurzzeitig bejagt werden können. „Insbesondere bei kleinen Rüben und Maisbeständen kann es innerhalb von wenigen Tagen zu Totalschäden kommen“, weiß Grupe. Aber auch die Wasserqualität von Teichen und Seen leide unter der stark zunehmenden Population der Wildgänse. Die übermäßige Vermehrung von Gänsen führe auch zu Konflikten mit anderen Naturschutzzielen, zum Beispiel dem Schutz der Wiesenbrüter.

In einem Antrag hat die FDP-Fraktion deshalb eine Aufhebung der Schonzeit für Wildgänse gefordert, sofern andere Maßnahmen nicht mehr greifen. Durch die Maßnahmen, die die FDP-Fraktion vorschlage, könnten die holländischen Verhältnisse, wo die Tiere mittlerweile vergast werden, verhindert werden. Grupe: „Wir müssen aber endlich etwas unternehmen, damit die extremen Schäden ein Ende haben.“

Hintergrund:  Im niedersächsischen Landtag wurde heute über den FDP-Antrag zur Jagdzeit-Ausweitung für Wildgänse erstmals beraten.

 

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