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Hermann Grupe: Minister hört bei Ringelschwanzprämie endlich auf den Rat von Fachleuten

Hannover. Der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Hermann Grupe, lobt die Abkehr des Landwirtschaftsministers vom gesetzlichen Kupierverbot bei Schweinen. „Es ist gut, dass der Minister endlich von seinen Plänen Abstand genommen hat, das Kupieren bei Schweinen gesetzlich zu verbieten. Wir haben schon immer gefordert, dass wir eine Lösung brauchen, die das Tierwohl verbessert und nicht verschlechtert. Der Minister nimmt jetzt offenbar endlich den Rat von Fachleuten ernster“, so der FDP-Agrarexperte und Landwirt. Die eingeplanten Mittel für Meyers freiwillige Ringelschwanzprämie reichen Grupe zufolge nur für zwei Prozent der Schweinebestände in Niedersachsen. Wichtig sei eine Lösung für alle Tiere und alle Haltungsformen. Grupe: „Es darf nicht dazu kommen, dass der Minister nun den Bauern die Verantwortung für mögliche Risiken durch den Verzicht auf das Kupieren der Ringelschwänze aufbürdet. Verantwortlich ist allein der Minister. Da die Wissenschaft bisher keine Lösungen gefunden hat, ist es mehr als fragwürdig, dass die Landwirte jetzt im Groß-Feldversuch selbst ausprobieren sollen, wie in der Schweinehaltung das Tierwohl verbessert werden kann.“

Hintergrund: Der Landwirtschaftsminister hat heute im Landwirtschaftsausschuss des Landtags angekündigt, von den Plänen für ein gesetzliches Kupierverbot bei Schweinen Abstand zu nehmen und stattdessen eine Prämie für den freiwilligen Verzicht auf das Kupieren zu zahlen. Wissenschaftler der Tierärztlichen Hochschule Hannover hatten zuvor vor erheblichen Tierschutzproblemen beim abrupten Verzicht auf das Kupieren der Ringelschwänze gewarnt.

 

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