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Hermann Grupe: Ringelschwanzprämie ist teure Symbolpolitik – Meyer sollte besser Investitionen in moderne Stallbauten ermöglichen

Hannover. Der landwirtschaftliche Sprecher der FDP-Fraktion, Hermann Grupe, wirft der Landesregierung weiterhin teure Symbolpolitik beim Thema Tierwohl vor. Landwirtschaftsminister Meyer habe am Freitag mitgeteilt, dass zum Start der Ringelschwanzprämie  bei 112.000 Schweinen auf das Kupieren der Schwänze verzichtet werde. „Das ist weniger als ein Prozent der Schweine in Niedersachsen. Meyers Maßnahme ist eine teure Symbolpolitik, die keinem hilft“, sagt Grupe.

Der Großteil der Fördermillionen gehe ohnehin für Mitnahmeeffekte drauf, also für Betriebe, die auch bisher schon auf das Kupieren der Ringelschwänze verzichtet haben. Statt unsinnige Ringelschwanzprämien zu erfinden, sollte Meyer lieber endlich moderne Stallbauten fördern. Grupe: „In nur zweieinhalb Jahren hat Minister Meyer das Agrarinvestitionsförderprogramm ruiniert und die durch die Landesregierung geförderten Investitionen in mehr Tierwohl fast auf Null gebracht. Nur, wenn Landwirte in moderne Anlagen investieren können, kann das Tierwohl tatsächlich verbessert werden.“

Hintergrund: Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat am Freitag über den Start der Ringelschwanzprämie informiert. Diese erhalten Landwirte seit dem 1. Dezember, wenn sie auf das Kürzen der Schwänze von Schweinen verzichten. Laut Meyer werden 112.000 Tiere ihren Schwanz künftig behalten. In Niedersachsen werden jedes Jahr etwa 19 Millionen Mastschweine gemästet. Der Anteil der Mastschweine, die von der teuren Prämie profitieren, liegt somit im Promillebereich.

 

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