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Hermann Grupe: Ringelschwanzprämie verursacht Tierleid – Schweinställe nicht landesweit zum Versuchslabor machen

Hannover. Der agrarpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Hermann Grupe, fordert die sofortige Einstellung der Pläne zur Ringelschwanzprämie, um Schweine in Niedersachsen vor unnötigen Qualen zu schützen. „Der Staatssekretär musste heute im Agrarausschuss einräumen, dass die Ringelschwanzprämie der Landesregierung großes Tierleid verursachen würde. Bei Versuchen der Tierärztlichen Hochschule Hannover wurden teilweise über 95 Prozent der Tiere verletzt. Wenn die Regierung Weil die Ringelschwanzprämie wirklich umsetzt, macht sie Schweinställe landesweit zum staatlich verordneten Tierversuchslabor“, ärgert sich der FDP-Agrarexperte und Landwirt. „Allein die Versuche zur Machbarkeit der Prämie hätten eigentlich aus Tierschutzgründen abgebrochen werden müssen.“

Nach Aussage des Ministeriums sei die Ringelschwanzprämie in Schweineställen mit Spaltenboden ohnehin nicht sinnvoll anwendbar. Nahezu alle Schweine in Niedersachsen werden Grupe zufolge auf Spaltenboden gehalten. „Die eingeplanten 28 Millionen Euro für die Ringelschwanzprämie genügen theoretisch für 2 Prozent der Tiere. Der Minister plant also keine nachhaltige Verbesserung des Tierwohls, sondern lediglich profitable Mitnahmeeffekte für einige wenige Schweinehalter. Wir brauchen nicht die Qualprämie der Regierung Weil sondern größtmögliches Tierwohl für alle Tiere“, so Grupe.

Das heute vorgestellte Gutachten zeige glasklar, dass die Prämienpläne der Landesregierung in Wahrheit Tierqual prämieren. Grupe: „Die FDP-Fraktion fordert, die Ringelschwanzprämie schnellstmöglich einzustampfen. SPD und Grüne haben sich leider noch immer nicht von diesem Irrweg ideologischer Agrarpolitik verabschiedet.“

Hintergrund: Im Landwirtschaftsausschuss hat der Staatssekretär heute die lange unter Verschluss gehaltene Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover zur Ringelschwanzprämie vorgestellt.

 

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