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Hillgriet Eilers: Integration kann nicht mit Desintegration beginnen – Flüchtlinge nicht nach Ethnien oder Religionen trennen

Hannover. Die integrationspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Hillgriet Eilers, warnt vor einer Trennung von Flüchtlingen in den Erstaufnahmeeinrichtungen nach Ethnien oder Religionen. „Integration kann nicht mit Desintegration beginnen. Eine Trennung wäre keinerlei Vorbereitung, um sich in unserer vielfältigen Gesellschaft zurecht zu finden“, sagte Eilers. Vielmehr sollte man bei auftretenden Konflikten auf die jeweilige Situation reagieren und Schutzbedürftige im Einzelfall anders unterbringen. Zudem sei sicherzustellen, dass ausreichend Polizei in den Erstaufnahmeeinrichtungen eingesetzt werde. „Trennung ist die Kapitulation vor dem Rechtsstaat. Menschen, die vor Krieg und Verfolgung flüchten, müssen hier in Sicherheit leben können und vor solchen Konflikten geschützt werden“, sagte Eilers.

Ihrer Ansicht nach sei es nicht überraschend, dass Konflikte auftreten, wenn so viele Menschen auf engem Raum zusammenleben. „Das macht es umso wichtiger, dass die Asylverfahren beschleunigt werden und die Flüchtlinge schnell arbeiten dürfen“, sagte Eilers. Auseinandersetzungen nur auf Religionen und Ethnien zu reduzieren sei eine zu oberflächliche Betrachtung. Eine Trennung unterstelle, dass Flüchtlinge per se nicht in unsere Gesellschaft einzubinden sind. Eilers: „Ich halte diese Diskussion für sehr gefährlich. Unser Ziel sollte es sein, Flüchtlinge die Chance zu geben, sich von Anfang an in unsere Gesellschaft zu integrieren und unsere liberalen Grundwerte zu leben.“

Hintergrund: Die Neue Presse berichtet heute über Forderungen von diversen Seiten zur Trennung von Flüchtlingen in den Erstaufnahmeeinrichtungen nach Religionen, um so Konflikte besser vermeiden zu können.

 

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