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Jan-Christoph Oetjen: Kriminalität weiterhin auf hohem Niveau – Alarmierender Anstieg in einigen Bereichen

Hannover. Der FDP-Innenpolitiker Jan-Christoph Oetjen sieht das weiterhin hohe Niveau der Kriminalität in Niedersachsen kritisch. „Niedersachsen ist ein relativ sicheres Bundesland, aber der Innenminister sollte nicht die Augen davor verschließen, dass die Kriminalität insgesamt auf hohem Niveau weiter steigt“, sagte Oetjen. Vor allem bei den Wohnungseinbrüchen gebe es keinerlei Grund zur Entwarnung. Die Zahl der Einbrüche liegt laut Statistik ähnlich hoch wie im Jahr 2012. „Gegenüber 2008 haben wir immer noch eine Steigerung von über 40 Prozent“, so der Abgeordnete. Deshalb hatte die FDP-Fraktion bereits vor Monaten ein wirksames Gesamtkonzept gefordert, um das Eigentum der Menschen wieder besser zu schützen.

Als „alarmierend“ bezeichnete Oetjen auch die Steigerung der Straftaten gegen das Leben sowie die Zunahme bei den Angriffen gegen Polizeibeamte. Er forderte den Innenminister auf, das Niveau der Stellen bei der Polizei zu halten und in den Nachwuchs zu investieren. Schließlich sei zu erwarten, dass in den kommenden Jahren zahlreiche Polizisten in Pension gehen. Zudem forderte Oetjen, die Beamten von unsinnigen Aufgaben zu befreien und nicht mit weiteren Blitzermarathons zu beschäftigen, die keinen nachhaltigen Effekt haben. Oetjen: „Die dort eingesetzten Polizisten sollten lieber präventiv arbeiten und über Unfallgefahren aufklären.“

Hintergrund: Aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2014 geht laut Innenministerium ein Anstieg von rund 7.000 Fällen im Vergleich zum Vorjahr hervor. Im Vergleich zum Vorjahr wurden mit 94.549 allerdings fast 1.300 Menschen weniger Opfer einer Straftat. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist erstmals seit 2011 wieder leicht gesunken, liegt aber weiterhin auf hohem Niveau.

 

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