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Jan-Christoph Oetjen: Polizei braucht gegen Einbruchskriminalität mehr Personal – FDP-Antrag im Innenausschuss

Hannover. Der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Jan-Christoph Oetjen, warnt vor der weiterhin großen Zahl von Wohnungseinbrüchen in Niedersachsen. „Einbruchkriminalität ist nach wie vor ein Thema. Aber die Polizei hat immer weniger Zeit, um sich um die Aufklärung der Taten zu kümmern“, sagt Oetjen. Das habe die heutige Anhörung zu dem FDP-Antrag für ein Gesamtkonzept gegen Einbruchskriminalität nochmals deutlich gemacht. Die Ergebnisse in einigen Regionen des Landes hingegen zeigten, dass es gelinge mit besonderen Ermittlungsgruppen die Aufklärungsquote deutlich zu steigern. „Dafür braucht die Polizei aber dringend mehr Personal. Die von SPD und Grünen vorgesehenen 150 zusätzlichen Polizeianwärterstellen sind dafür viel zu wenig“, so Oetjen.

Die FDP-Fraktion hatte bereits in den vergangenen Haushaltsberatungen zur besseren Bekämpfung von Einbruchskriminalität 1.000 mehr Anwärterstellen bis 2018 gefordert. Zudem müssten die Vertriebskanäle für Diebesgut im Internet – etwa bei ebay –deutlich besser als bisher kontrolliert werden. Oftmals führe nämlich das Diebesgut direkt zum Täter, so dass beispielsweise internationale Banden, die für den Großteil der Einbrüche verantwortlich sind, dingfest und damit von weiteren Taten abgehalten werden könnten. Oetjen betonte, dass neben der besseren technischen Ausstattung die personellen Ressourcen Dreh- und Angelpunkt bei der Bekämpfung von Einbruchskriminalität seien. „Das beste DNA-Labor nutzt uns nichts, wenn wir keine Mitarbeiter haben, die die Spurenauswertung vornehmen können.“

Hintergrund: Im Innenausschuss fand heute eine Anhörung zum FDP-Antrag „Einbruchkriminalität effektiv bekämpfen – Beute zurückgeben“ statt. Angehört wurden unter anderem die Gewerkschaft der Polizei sowie die VGH Versicherung. 

 

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