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Jan-Christoph Oetjen: Polizisten nicht mit unnötigem Blitzermarathon belasten – Dauerhafte Präsenz notwendig

Hannover. Der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Jan-Christoph Oetjen, stellt den Nutzen des am Donnerstag erneut stattfindenden Blitzermarathons in Frage. „Die über 700 eingesetzten Polizisten könnten wir für andere Aufgaben dringender gebrauchen“, sagte Oetjen im Vorfeld der Aktion. So liege etwa die Zahl der Einbrüche weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. „Im Vergleich zum Jahr 2008 gab es im vergangenen Jahr 40 Prozent mehr Einbrüche“, betonte er. Um diese sowie schwere Straftaten besser aufzuklären zu können, würden die Beamten dringender benötigt.

Zudem sei der Nutzen des Blitzermarathons mehr als fraglich. Um das Problem von überhöhten Geschwindigkeiten besser in den Griff zu bekommen und damit die Verkehrssicherheit zu verbessern wäre eine dauerhafte polizeiliche Präsenz notwendig.  „Autofahrer müssen auf die Gefahren aufmerksam gemacht werden – aber nicht nur an zwei Tagen im Jahr mithilfe eines Blitzermarathons“, sagte der FDP-Politiker. Die Aktionen hätten nachweislich keinen Lerneffekt. Nur an den kontrollierten Tagen komme es zu weniger Geschwindigkeitsüberschreitungen. Oetjen: „Es können eben nicht jeden Tag bundesweit 15.000 Polizisten Geschwindigkeiten kontrollieren, daher ist der Beitrag zur Unfallvermeidung überschaubar.“ Die eingesetzten Polizisten sollten lieber präventiv arbeiten und über Unfallgefahren aufklären. Dass dies helfe, zeige sich insbesondere bei den zurückgehenden Unfallzahlen junger Autofahrer.

Hintergrund: Beim kommenden Blitzermarathon am Donnerstag werden laut Innenministerium landesweit rund 750 Polizeibeamten an 492 Messstellen eingesetzt.

 

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