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Jörg Bode: Beschäftigte der Nordseewerke brauchen eine vernünftige Lösung – Neuer Investor muss gefunden werden

Hannover. Nach der Insolvenzanmeldung der Emder Nordseewerke fordert der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion, Jörg Bode, neue Konzepte und ein stärkeres Engagement der Landesregierung. Es sei nun dringend notwendig, dass ein neuer Investor gefunden wird, der angesichts der Entwicklung im Offshore-Bereich realistische Konzepte zur Weiterentwicklung der Nordseewerke aufstellt, und damit den Mitarbeitern eine Zukunft ermöglicht, so der FDP-Abgeordnete.

Bode kritisierte gleichzeitig das Agieren von Wirtschaftsminister Lies in den vergangenen Monaten. Denn obwohl dieser zahlreiche Gespräche in Emden geführt habe, hat er nach Angaben seines Hauses keinerlei Ahnung über die konkrete Lage des Unternehmens gehabt. „Es bleibt absolut unverständlich, wie dem Minister diese drohende Insolvenz verborgen bleiben konnte. Das ist angesichts der Landesbürgschaften in Millionenhöhe mehr als fahrlässig“, sagte Bode. Dies sei vor allem vor dem Hintergrund der schleppenden Entwicklung in der Offshore-Branche verwunderlich. Ministerpräsident Weil und sein Minister hätten mehrfach Jubelmeldungen zur Offshore-Branche verbreitet, die sich im Nachhinein als „heiße Luft“ bewahrheitet hätten. Zudem versprachen beide noch im Wahlkampf alles daran zu setzen, die Nordseewerke zu retten.

Die Kritik von Lies am Investor sei zudem komplett überzogen. Der Wirtschaftsminister verdrehe hierbei komplett die Tatsachen. Schließlich sei DSD damals der einzige Investor gewesen, der sich für die Nordseewerke interessiert habe. Bode: „Der Wirtschaftsminister scheint einfach komplett mit der Situation überfordert zu sein.“

Hintergrund: Die ehemalige Traditionswerft Nordseewerke hat am Freitag einen Insolvenzantrag gestellt. Grund dafür ist nach Unternehmensangaben die drohende Zahlungsunfähigkeit. Betroffen sind rund 200 Mitarbeiter, von denen die meisten bereits seit September 2014 in Kurzarbeit sind.

 

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