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Jörg Bode: Ego-Trip des Ministers geht zulasten des Steuerzahlers – FDP-Fraktion bereitet Anfrage zu Zeitungs-Anzeige vor

Hannover. Der FDP-Fraktionsvize Jörg Bode hat die von Wirtschaftsminister Lies initiierte Werbeanzeige in der Süddeutschen Zeitung scharf kritisiert. „Mehr als 73.000 Euro Steuergeld, nur um den Bayern einmal den Stinkefinger zu zeigen. Das ist unverantwortlich und reine Geldverschwendung“, sagte Bode. Zudem verfehle die Anzeige komplett ihre Wirkung. Das Geld wäre viel besser in eine dauerhafte, effektive und vor allem für Niedersachsen positive Marketingkampagne angelegt gewesen. „Durch die über das Knie gebrochene und schlecht aufbereitete Anzeige in der Zeitung wird sich kein Unternehmer aus Bayern überlegen, nach Niedersachsen zu wechseln“, so Bode.

Wie dilettantisch die Anzeige vorbereitet und umgesetzt wurde, zeige schon alleine die Tatsache, dass auf der Internetseite des Wirtschaftsministeriums keinerlei weitergehende Informationen direkt und ansprechend aufbereitet wurden, um Unternehmen auch wirklich nach Niedersachsen zu locken. Möglicherweise habe Lies nur einen Ego-Trip im Kopf gehabt, um sich gegenüber dem Ministerpräsidenten mal wieder zu profilieren. Die FDP-Fraktion bereitet nun eine Anfrage zu der Zeitungsanzeige vor. Bode. „Der Stil von Lies hat nichts mehr mit Politik zu tun. Das erinnert eher an einen Sandkasten-Streit zwischen Kleinkindern.“

Hintergrund: Mit einer halbseitigen Anzeige in der „Süddeutschen Zeitung“ hat Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies bayerische Unternehmen aufgefordert, ihren Sitz nach Niedersachsen zu verlegen. In der Anzeige kritisiert Lies insbesondere die Blockade der CSU bei der Energiewende. Nach Informationen des Ministeriums hat die Anzeige 73.500 Euro gekostet.

 

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