Skip to main content

Jörg Bode: Prävention statt Repression – Blitzermarathons und Section Control tragen nichts zur besseren Verkehrssicherheit bei

Hannover. Angesichts der steigenden Zahl von Verkehrstoten in Niedersachsen fordert der FDP-Fraktionsvize Jörg Bode mehr Prävention statt Repression in der Polizeiarbeit. „Blitzermarathons und Kontrollen mithilfe der datenschutzrechtlich äußerst bedenklichen Section Control ändern das Fahrverhalten nicht“, so Bode. Ganz im Gegenteil. Mit Section Control wird das Unfallrisiko auf der jetzt eingerichteten Teststrecke sogar noch erhöht. Auf der gesamten Strecke werde der Verkehr nämlich künstlich gebremst und verdichtet. „Verkehrsverdichtung erhöht die Überholneigung und ist eine der wichtigsten Unfallursachen“, sagte der FDP-Politiker.

Auch den Nutzen der zahlreichen landesweiten Blitzermarathons stellte Bode in Frage. „Tempolimits werden eingehalten, wenn die Fahrer deren Sinnhaftigkeit erkennen können, etwa durch Hinweise, Beschilderung oder die Beschaffenheit des Straßenbildes“, sagte er. Zudem führe die Maßnahme nur an den kontrollierten Tagen zu weniger Geschwindigkeitsüberschreitungen. „Es können aber nicht jeden Tag mehrere tausend Polizisten medienwirksam Geschwindigkeiten kontrollieren, daher ist der Beitrag zur Unfallvermeidung überschaubar“, so Bode. Die eingesetzten Polizisten sollten lieber präventiv arbeiten und über Unfallgefahren aufklären. Dass dies helfe, zeige sich insbesondere bei den zurückgehenden Unfallzahlen junger Autofahrer.

Hintergrund:  Bei Verkehrsunfällen auf Niedersachsens Straßen sind im vergangenen Jahr 446 Menschen ums Leben gekommen. Das sind 34 Verkehrsteilnehmer mehr als 2013. Innenminister Boris Pistorius führte die gestiegenen Zahlen bei der Präsentation am Donnerstag insbesondere auf das milde Wetter im Jahr 2014 zurück.

 

Zurück