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Jörg Bode: Späte Einsicht bei Blitzermarathon – Pistorius muss nun seinen Worten schnell Taten folgen lassen

Hannover. Der FDP-Fraktionsvize Jörg Bode lobt die späte Einsicht von Innenminister Pistorius beim Blitzermarathon. „Lieber spät als nie. Endlich erkennt auch der Minister, dass der Blitzermarathon keinen nachhaltigen Effekt auf die Verkehrssicherheit hat“, so Bode nach einem entsprechenden Zeitungsbericht. Bode hatte mehrfach zuvor den Nutzen landesweiter Blitzermarathons in Frage gestellt. „Tempolimits werden eingehalten, wenn die Fahrer deren Sinnhaftigkeit erkennen können, etwa durch Hinweise, Beschilderung oder die Beschaffenheit des Straßenbildes. Die Blitzer-Aktionen haben nachhaltig keinen Lerneffekt“, sagte er.

Der FDP-Politiker forderte den Innenminister deshalb auf, nun möglichst rasch die Reißleine zu ziehen und seinen ankündigenden Worten auch Taten folgen zu lassen. „Es darf keine weiteren Blitzermarathons mehr in Niedersachsen geben“, so Bode. Das sei auch schon deswegen nötig, um die Polizei nicht weiter mit unnötigen Aufgaben zu belasten. Die eingesetzten Polizisten sollten lieber präventiv arbeiten und über Unfallgefahren aufklären. Dass dies helfe, zeige sich insbesondere bei den zurückgehenden Unfallzahlen junger Autofahrer. Bode: „Autofahrer müssen auf die Gefahren aufmerksam gemacht werden – aber nicht nur an zwei Tagen im Jahr.“

Hintergrund: Niedersachsen erwägt nach einem Bericht des Weser-Kuriers den Ausstieg aus dem Blitzer-Marathon. Als Begründung nannte Innenminister Boris Pistorius der Zeitung die fehlende dauerhafte Wirkung auf die Verkehrssicherheit bei gleichzeitig enormem personellem Aufwand.

 

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