Skip to main content

Jörg Bode: Strategie nach dem Prinzip Hoffnung – Landesregierung hat Reaktion zu Meyer-Werft verschlafen

Hannover. Der FDP-Fraktionsvize Jörg Bode wirft der rot-grünen Landesregierung im Streit um die Verlagerung des Konzernsitzes der Papenburger Meyer Werft Tatenlosigkeit vor. „Der Ministerpräsident baut einzig und alleine auf das Prinzip Hoffnung“, sagte Bode. Er forderte die Landesregierung auf, die unternehmerische Entscheidung von Meyer zu akzeptieren, gleichzeitig aber dafür Sorge zu tragen, dass die Wertschöpfung und die Arbeitsplätze in Niedersachsen erhalten bleiben. Auch die Zulieferer der Werft müssten Teil der Gespräche sein.

Bislang beschränkten sich Wirtschaftsminister Lies und Ministerpräsident Weil aber offenbar darauf, sich öffentlich zu empören und überrascht zu wirken und gleichzeitig den Werftchef Bernd Meyer öffentlich an den Pranger zu stellen. „Wichtig ist es jetzt, dass der Gesprächsfaden nicht abreißt“, sagte Bode. Er kündigte eine parlamentarische Anfrage an, mit der er in Erfahrung bringen will, welche Aktivitäten die Landesregierung nach Kenntnisnahme des Sachverhalts unternommen hat, um Arbeitsplätze und Wertschöpfung – auch bei den niedersächsischen Zulieferern – zu erhalten.

Hintergrund: Die Meyer Werft erwägt eine Verlagerung des Konzernsitzes nach Luxemburg. Anfang Juli vereinbarte das Unternehmen jedoch nach Gesprächen mit der Landesregierung, ein Moratorium bis September. Wie am Dienstag bekanntwurde, wusste die Landesregierung deutlich länger von den Plänen der Meyer-Werft. Schon am 4. Juni und damit mehr als drei Wochen früher als öffentlich bekannt hatte Werftchef Meyer Wirtschaftsminister Olaf Lies und Weil (beide SPD) darüber informiert, berichtete die «Neue Osnabrücker Zeitung».

 

Zurück