Skip to main content

Jörg Bode: Verbraucherschutz soll Menschen vor dem Betrug schützen, nicht vor sich selbst

Hannover. Der FDP-Fraktionsvize Jörg Bode fordert einen Wandel beim Verbraucherschutz. In den vergangenen Jahren, habe sich der Gedanke von Verbraucherschutz vom eigentlichen Auftrag entfernt. „Verbraucherschutz ist dafür da, um den Menschen vor Betrug zu schützen. Inzwischen aber wird Verbraucherschutz dafür missbraucht, um den Menschen vor sich selbst zu schützen“, kritisierte Bode bei den MARKTwirtschaftlichen Gesprächen der FDP-Fraktion. Bode forderte, bei den Menschen wieder „Mut“ zu wecken, um das „Anlehnungsbedürfnis zur Fremdbestimmung“ zu durchbrechen.

Bei den MARKTwirtschaftlichen Gesprächen mit dem Titel „Muss der Staat die Marktwirtschaft bändigen?“ diskutierten die Teilnehmer auch mit der Wissenschaftlerin und Publizistin Karen Horn. Sie plädierte dafür, aktuelle Wirtschaftspolitik an den sieben konstituierenden Prinzipien der Wettbewerbsordnung des Ökonoms Walter Eucken auszurichten. Bode betonte, dass auch die rot-grüne Landesregierung hierbei noch Nachholbedarf habe. „SPD und Grüne müssen sich langsam mal entscheiden, ob sie die soziale Marktwirtschaft stärken oder in die Planwirtschaft abdriften wollen.“

Hintergrund: Die FDP-Fraktion hat im vergangenen Jahr die Veranstaltungsreihe MARKTwirtschaftliche Gespräche ins Leben gerufen. In loser Folge soll in dieser Reihe zu verschiedenen Themen jeweils mit einem Gastreferent über die verschiedenen Aspekte sozialer Marktwirtschaft diskutiert werden. Zu der dritten Veranstaltung in  der Reihe kamen am Dienstagabend rund 100 Besucher. Die sieben Prinzipien der Wettbewerbsordnung von Eucken sind: die Herstellung und Sicherung eines funktionsfähigen Systems freier Preise auf Märkten mit vielen Anbietern und Nachfragern (Grundprinzip), die Sicherung des Geldwertes, die Herstellung und Sicherung offener Märkte, die Gewährleistung des Privateigentums, die Vertragsfreiheit, das Haftungsprinzip und die Konstanz der Wirtschaftspolitik

 

Zurück