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Jörg Bode: Vertragsverlängerung Winterkorns zum jetzigen Zeitpunkt nicht angebracht – Entscheidung sollte verschoben werden

Hannover. Der FDP-Fraktionsvize Jörg Bode fordert vor dem Hintergrund der aktuellen Situation bei VW eine Verschiebung der Entscheidung über eine mögliche Vertragsverlängerung Martin Winterkorns. „Solange nicht lückenlos aufgeklärt ist, wer im Konzern von den Manipulationen wusste und vom wem sie angeordnet wurden, sollte hier keine Entscheidung gefällt werden“, so Bode, der selbst von 2009 bis 2013 Mitglied des VW-Aufsichtsrates war. Die Wiederwahl Winterkorns zum jetzigen Zeitpunkt sieht Bode nicht nur als falsches Signal, sondern auch als finanzielles Risiko. „Sollte sich im Laufe der Untersuchungen herausstellen, dass die Konzernspitze in die Manipulationen verwickelt war, wäre eine anschließende Trennung vom Vorstandschef angesichts der Vertragslage ein weiterer finanzieller Schaden für VW“, erklärt Bode.

Bode drängt außerdem auf ein schnelles und entschlossenes Handeln bei der Aufklärung: „Ministerpräsident Weil sollte sich als Mitglied des VW-Aufsichtsratspräsidiums für die Einsetzung eines unabhängigen Chefaufklärers stark machen. Es muss jetzt schnell Klarheit her, damit der Imageschaden und die finanziellen Verluste des Konzerns nicht noch größer werden, denn beide sind jetzt schon gigantisch. Das Land ist hier als Anteilseigner in der Verantwortung – auch den Steuerzahlern gegenüber.“

Hintergrund: Der VW-Konzern hat umfangreiche Abgas-Manipulationen in den USA zugegeben, nachdem die amerikanische Umweltbehörde EPA diese entdeckt und VW mit entsprechenden Vorwürfen konfrontiert hatte. Im schlimmsten Fall droht ihm nun eine Strafe von bis zu 18 Milliarden Euro.

 

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